Handwerk digital Bayern

Zielsetzung: Übertragbarkeit von Industrie 4.0 Methoden auf das Handwerk

Handwerksorganisation: Hwk für Schwaben und Hwk für Unterfranken

Verantwortlich: Ulrike Fischer

Beispielbeschreibung:

Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren die Prozesse im Handwerk maßgeblich verändern. Die Wertschöpfungsprozesse werden weitgehend digitalisiert ablaufen. Neue Technologien wie der 3D Druck oder das „Internet of Things“ wird die Handwerkswirtschaft vor völlig neue Herausforderungen stellen und neue Chancen eröffnen. Dies hat massive Auswirkungen die Unternehmen und ihre Arbeitsabläufe, aber auch auf die notwendigen Qualifikationen der Mitarbeiter.

Damit die Handwerkswirtschaft für die zukünftigen Anforderungen gut gerüstet ist, werden im Projekt „Handwerk Digital“ Methoden und Technologien der Industrie 4.0 auf ihre Anwendbarkeit in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben untersucht und pilotiert. Das Projekt ist praxisnah und wird unter anderem in der SHK-Branche (Sanitär Heizung Klima) und der Metallverarbeitung getestet. Projektbeteiligte sind die Handwerkskammer für Schwaben und die Handwerkskammer für Unterfranken, die wissenschaftlich vom Fraunhofer IGCV in Augsburg unterstützt werden. Gefördert wird das Forschungsvorhaben „Handwerk Digital“ vom Bayerischen Wirtschaftsministerium. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

So wurde das Projekt umgesetzt:

Unter dem Motto ‚Viele Partner für ein Ziel‘ kooperieren beide mit verschiedenen Forschungseinrichtungen. Das Ziel lautet, unterschiedliche Gewerke des Handwerks für digitale Techniken zu sensibilisieren und an diese heranzuführen. Das Teilprojekt ‚Robonet 4.0‘ der Handwerkskammer Unterfranken untersucht modellhaft für das Metallhandwerk, wie Roboter in kleineren und mittleren Betrieben eingesetzt werden können. Ein gewünschter Begleiteffekt: Digitale Techniken können gerade ältere Mitarbeiter entlasten und so die Fachkräftesituation im Handwerk entschärfen. Das Teilprojekt ‚Dienstleistungen 4.0‘ der Handwerkskammer für Schwaben lotet aus, wie sich digital optimierte Methoden der Industrie 4.0 für die Fertigung, Montage und Logistik auf das Handwerk übertragen lassen. Der Einsatz von Cloud Technologien, künstlicher Intelligenz (KI), QR-Codes oder Augmented Reality bietet sich zum Beispiel die Bau-, Kfz- und Elektrohandwerke an.

Das haben wir erreicht:

Nach der Auswahl digitaler Methoden zur Übertragung auf das Handwerk werden digitale Pilotprozesse aufgebaut und Feldtests durchgeführt . Darauf aufbauend wird ein Vorgehensmodell zur Digitalisierung im Handwerk und zur Übertragbarkeit erarbeitet.

Bildquelle/Fotograf

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